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Virtueller Rundgang - Ehrenbrunnen und Appellplatz

Die nächste Station führt zum 1936 errichtete Ehrenbrunnen, der sich heute vor dem in den 1980er Jahren erbauten Personalcasino befindet. Früher befand sich hier die alte Verwaltung. Angesichts der dort am 01. Mai 1933 gepflanzten „Adolf-Hitler-Linde“, befand sich hier ein Appellplatz, von dem aus bei den von der NSDAP aus verschiedenen Gründen veranstalteten Ereignissen im Ort Wiesloch die Mitarbeitenden der „Anstalt“ getrennt nach Männern und Frauen in Arbeitskleidung aufmarschierten, um an den gemeinsamen Umzügen teilzunehmen. Auch wurden hier Reden gehalten und es war dabei den Teilnehmer_innen untersagt, sich vor Beendigung der Veranstaltungen von dort zu entfernen. Nach 1940 kamen die „Grauen Busse“ im Morgengrauen die Südliche Zufahrt hinauf, um vor der Verwaltung die in den jeweiligen Transportlisten vorgesehenen Patient_innen in die Gasmordanstalten nach Grafeneck bzw. Hadamar abzuholen. Die Namen der Patient_innen sind dabei verlesen worden, die dann einzeln in die Busse gebracht wurden. Dabei soll es auch zu Gewaltanwendungen gekommen sein. Über 1000 Patient-innen sind so direkt oder indirekt über Zwischenanstalten nach Grafeneck und Hadamar gebracht und dort ermordet worden.

Unterhalb von Café, Bibliothek und Casino befindet sich der damalige Appelplatz mit dem "Ehrenbrunnen"