Herr Dr. Rehse ist bereits seit 2012 im Psychiatrischen Zentrum tätig und leitete über Jahre akutpsychiatrische Versorgungsbereiche in der Klinik für Allgemeinpsychiatrie I des PZN. Er war damit an den wesentlichen Entwicklungen der psychiatrischen Praxis in den letzten Dekaden beteiligt. Prägende Meilensteine waren die Entwicklung partizipativer, an der Zusammenarbeit von Betroffenen, Angehörigen und Therapeuten orientierter Konzepte, die Umsetzung des neuen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (ehemals Unterbringungsgesetz, kurz UBG) und das patientenorientierte Management der Covid-19-Pandemie in einem psychiatrischen Fachkrankenhaus.
Als „besonders herausfordernd“ beschreibt Dr. Rehse diese Zeit, in der er maßgeblich an der konzeptionellen Entwicklung, dem Aufbau und dem Betrieb der interklinischen, hygienischen Isolationseinheit des PZN beteiligt war. „Diese anspruchsvolle Episode in der psychiatrischen Praxis hat umso mehr deutlich gemacht, wie wichtig gute Kommunikation und Netzwerke sind, um auch stürmische Zeiten im Sinne unserer Patientinnen und Patienten zu meistern“, berichtet Dr. Rehse.
Ein besonderes Anliegen ist dem 2023er Preisträger des Christian-Roller-Preises für innovative Vorhaben in der Psychiatrie genau diese Entwicklung. Bereits im zentrumsweit laufenden Projekt „zukunftsfähige Psychiatrie“ engagiert, will sich Dr. Rehse auch in der Nachfolge von Herrn Prof. Dr. Schwarz für die Etablierung innovativer Behandlungskonzepte zur weiteren Fortentwicklung der bereits etablierten Therapieangebote seiner Klinik einsetzen. „Die Entwicklungsperspektiven in der psychiatrischen Praxis in Zeiten wachsender Herausforderungen im Gesundheitswesen sind klar: Psychiatrie soll in Zukunft noch häufiger ambulant, noch wohnortnäher und noch partizipativer werden.“
Damit dies gelingen kann, so betont der 45-Jährige, der bereits an mehreren Forschungsvorhaben in der Region mitgewirkt hat, ist die Umsetzung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse von zentraler Bedeutung. Sowohl hinsichtlich moderner Behandlungsmethoden wie digitaler Gesundheitsanwendungen bei psychischen Erkrankungen (DiGas) als auch in der Zusammenarbeit mit den universitären Einrichtungen der Region.
Das PZN freut sich auf die weitere gute Zusammenarbeit und wünscht Herrn Dr. Rehse alles Gute und viel Erfolg und Freude bei den kommenden Aufgaben.

