Luftaufnahme vom Psychiatrischen Zentrum Nordbaden

Feierliche Verabschiedung von Prof. Dr. Markus Schwarz

Nach mehr als 25 Jahren prägender Tätigkeit im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) wurde Prof. Dr. Markus Schwarz am 20. Juli 2026 offiziell verabschiedet. Mit ihm geht ein geschätzter Kollege in den Ruhestand, der die medizinische Entwicklung des Hauses und die psychiatrische Versorgung in der Region nachhaltig geprägt hat.

An der feierlichen Verabschiedung in der Akademie im Park nahmen circa 80 Gäste teil. In den Reden und Grußworten wurde ein Mediziner, Kollege und Mensch gewürdigt, der mit Fachkompetenz, Haltung und Innovationsgeist viel bewegt hat. „Prof. Dr. Schwarz hat wichtige Meilensteine der Entwicklung von Ambulanz und Tagesklinik mit der Klinik AP I auf die Beine gestellt. Außerdem ist die Kraft der Dualität der Klinik hervorzuheben“, so Geschäftsführerin Anett Rose-Losert. Dr. Tobias Link, Ärztlicher Direktor des PZN, hob hervor, dass kaum ein Leitsatz zutreffender für Prof. Dr. Schwarz ist als „Salus aegroti suprema lex – das Wohl der Patientinnen und Patienten sei oberstes Gesetz“.

Grußworte hielten zudem zahlreiche Wegbegleiter. Bürgermeister Ludwig Sauer nannte Schwarz einen verlässlichen Ansprechpartner für die Stadt Wiesloch und das  BTZ Berufliches Trainingszentrum Rhein-Neckar gGmbH. In den 26 Jahren hatte Schwarz nur an zwei Sitzungen gefehlt. Andrea Struzyna von der Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft würdigte Schwarz als einen Verbinder, dem es stets gelang, das PZN mit anderen Einrichtungen oder Niedergelassenen in Austausch zu bringen. Den großen Innovationsgeist von Prof. Dr. Schwarz hob Dr. Jochen Gebhardt, Chefarzt der Alterspsychiatrie und Verwaltungsratmitglied der Illenauer Stiftung, hervor.

Besonders persönlich wurde es bei den Reden seines aktuellen dualen Partners, Ralf Lauterbach und seiner aktuellen stellvertretenden Chefärztin Dr. Susanne Brose-Mechler sowie bei einer Rede seiner ehemaligen dualen Partnerin, Frau Wald. 

Nach dem offiziellen Teil wurde mit Köstlichkeiten der Servicegesellschaft Nordbaden (SGN) zum geselligen Teil des Abends übergegangen. Für die musikalische Umrahmung sorgte dabei der Musiktherapeut und „Liederkellner“ Charly Hanenberg.

Die Geschäftsleitung des PZN dankt Prof. Dr. Markus Schwarz für sein außerordentliches Engagement. Sein Wirken hat die psychiatrische Versorgung im Rhein-Neckar-Kreis geprägt und wird weit über seinen Abschied hinaus spürbar bleiben.

 

Zur Person

Schwarz, geboren 1962 bei Münster/Westfalen, studierte Humanmedizin an der Westfälischen Wilhelms‑Universität Münster und schloss 1988 mit der Ärztlichen Prüfung und der Approbation ab. 1994 folgte die Promotion sowie im selben Jahr die Facharztanerkennung für Psychiatrie, 1996 dann für Psychiatrie und Psychotherapie.

Nach Stationen am St. Vinzenz‑Hospital Rhede und dem Augusta‑Hospital Isselburg‑Anholt übernahm er ab 1995 als Oberarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik Düsseldorf Verantwortung für drei Stationen und ein multiprofessionelles Team.

Am 1. Januar 2000 trat Schwarz seine Position als Chefarzt der Abteilung Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie I im PZN an. Außerdem erhielt er die Weiterbildungsbefugnis der Bezirksärztekammer Nordbaden und engagierte sich fortan intensiv in der Ausbildung junger Ärztinnen und Ärzte.

Von 2004 bis 2009 war er Ärztlicher Direktor des Hauses und gestaltete in dieser Zeit zentrale strategische Weichenstellungen: den Ausbau ambulanter und tagesklinischer Angebote, die Optimierung klinischer Prozesse sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen und regionalen Versorgungspartnern. Von 2012 bis 2025 war er stellvertretender Ärztlicher Direktor.

Prof. Dr. Schwarz war über viele Jahre in Forschung, Lehre und Publikationstätigkeit aktiv. 2014 wurde er von der SRH Hochschule Heidelberg zum Honorarprofessor ernannt. Eine Anerkennung seines langjährigen Engagements in der akademischen Lehre, insbesondere in den Bereichen Klinische Psychiatrie und Psychopathologie.

Achtmal wurde Prof. Dr. Schwarz mit dem renommierten Christian‑Roller‑Preis geehrt (2006, 2008, 2011, 2016, 2018, 2020, 2023, 2025). Ausgezeichnet wurde zuletzt ein Präventionsprojekt von Psychiatrie und weiterführender Schule sowie zwei Projekte zur Delikt‑ und Gewaltprävention und zur Verbesserung von Sicherheit und Autonomie auf Stationen sowie die Implementierung des Safewards‑Modells im PZN.