Rund 100 Besucher*innen hatten sich am Sonntagmorgen auf den Weg in der Akademie gemacht um die Werke der Künstlerin Margit Berger zu entdecken. Bereits zum dritten Mal stellt sie ihre Kunst in der Akademie aus und bereichert damit das Kulturprogramm der Reihe „Kultur im Park“. In ihrer Begrüßung betonte Daniela Spring, Leiterin der Akademie im Park, die Verbindung von Kunst und Bildung: „Wir zeigen Kunst unter anderem deshalb, weil Kunst und Bildung mehr gemeinsam haben, als man auf den ersten Blick vermutet. Wer ein Seminar besucht, kommt hierher, um Neues zu lernen, andere Sichtweisen kennenzulernen und den eigenen Blick zu erweitern. Kunst lädt uns zu genau demselben Prozess ein. Ein Bild fordert uns auf, genauer hinzusehen, Fragen zu stellen und manchmal auch Widersprüche auszuhalten.“
In die Arbeiten von Margit Berger führte die Wieslocher Kunstpädagogin Angelika Senft-Rubarth ein. Beinahe als eigenes sprachliches Kunstwerk entführten ihre Worte die Besucher*innen in die Welt von Berger und ließ sie tief in deren Schaffen eintauchen. „In einem Rhythmus der Materialien, wo Eingearbeitetes seinen kreativen Kampf zwischen Zufälligem und Gewollten offenbart, Einstige Wellpappe bekommt mit Lack, Bitumen und Pigment eine Stabilität, die als Gegenpol fungiert - doch ist es letztlich immer die Hand der Schöpferin, die mit der energischen Zick-Zack-Spur in den noch feuchten Bildkörper gräbt und ritzt und somit sagt: Es ist vollbracht“, so Senft-Rubarth über eines der ausgestellten Bilder. Ihre Einführung schloss Senft-Rubarth mit den Worten: „Genießen Sie die Ausstellung, finden Sie die Frau mit den weißen Pumps? Schlendern Sie... Schauen Sie... Spüren Sie und hören Sie.“
Dieser Aufforderung kamen die Besucher*innen gerne nach. Viele verweilten vor den Werken, tauschten Eindrücke aus und entdeckten immer neue Details. Für die passende Atmosphäre sorgten dabei die musikalischen Beiträge von Prof. Tine Groß (Gesang) und Prof. Valdis Bernhofs (Piano). Begrüßungssnack mit Getränken sowie ein Verkaufsstand „Kunst im kleinen Format zu kleinen Preisen“ rundeten das Programm der Ausstellungseröffnung ab.
Tipp: Die Ausstellung ist bis zum 09. April 2027, in der Regel montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Während der Schulferien und an Brückentagen ist Personal nur eingeschränkt vor Ort - zur Sicherheit rufen Sie bitte vor Ihrem Besuch an: 06222 55-2750.

