Wir verwenden Cookies für die optimale Funktion unserer Website. Wenn Sie weiter auf unserer Website surfen, erklären Sie sich mit unseren Regeln hinsichtlich des Setzens von Cookies einverstanden.

Therapie und Beratung

Folgende Therapiebausteine bietet die Klinik für Suchttherapie und Entwöhnung an:

  • Bedarfsgerechte, umfassende psychiatrische und körperliche Diagnostik
  • Therapie gemäß eines individuell erstellten Behandlungsplans durch das multiprofessionelle Team und Vermittlung in weiterführende außerklinische Behandlung
  • Differenzierte medikamentöse Therapie
  • Gruppengesprächstherapie
  • Einzel-, Familien- und Angehörigengespräche
  • Bezugspflege
  • Psychoedukation
  • Soziotherapie
  • Ergotherapie, Arbeitstherapie
  • Musiktherapie
  • Angeleitete Freizeitaktivitäten
  • Physio- und Sporttherapie
  • Kognitives Training
  • Akupunktur
  • Entspannungsgruppe
  • Patientenmeeting
  • Einzel- und Zimmervisite
  • Hilfestellung in finanziellen, sozialen und beruflichen Belangen, Vermittlung in betreute Wohnformen
  • Beratungsgespräche

Angehörigenarbeit

Die Einbindung naher Angehöriger von suchtkranken Patientinnen und Patienten in die Behandlung ist uns wichtig, da diese die Erkrankten vielfältig unterstützen und daurch die Abstinenz fördern. Die Weitergabe von Informationen über unsere Patienten ist aber nur möglich, wenn das Einverständnis dazu gegeben wurde. Deshalb erfolgt die Einbindung individuell.

Safewards in der Suchttherapie

  „Konflikte löst man am besten,
indem man sie gar nicht erst entstehen lässt.“

(Jerome Anders) 

Ursachen für Konflikte zu kennen und ihnen entgegenzuwirken, das ist das Ziel von Safewards.

Die Ursachen werden als Ursprungsfaktoren bezeichnet. Darunter versteht man sechs Einflussfaktoren auf die Häufigkeit von Konflikten wie die räumliche Umgebung, die Patientengemeinschaft, krankenhausexterne Faktoren, Patienteneigenschaften, regulatorische Rahmenbedingungen und das Stationsteam.

Daraus können Krisenherde entstehen, also Ereignisse oder soziale Begegnungen, die Widerstand hervorrufen und die Entstehung von Konflikten begünstigen können.

Konflikte, dieser Begriff wird im Safewards-Modell anstelle von Gewalt und Aggression verwendet. Er beschreibt alle Verhaltensweisen, die die Sicherheit der Patienten oder die Sicherheit von anderen Personen bedrohen (z.B. aggressives Verhalten gegenüber Gegenständen oder Personen, Entweichungen, suizidale Handlungen).

Eindämmungsmaßnahmen erfolgen als Reaktionen auf Konflikte und beschreiben Maßnahmen zur Lösung oder Reduktion von Konflikten (z.B. Intensivbetreuung, Bedarfsmedikation, (Zwangs)medikation, Isolierung, Fixierung).

Sowohl Patienten als auch die Mitarbeitenden haben Einflussmöglichkeiten.
Patientenmodifikatoren beschreiben die Verhaltensweisen von Patienten im Umgang miteinander und mit dem Team.
Mitarbeitermodifikatoren sind die Eigenschaften, Haltungen und Handlungsweisen der Mitarbeitenden. Diese wiederum beeinflussen stark das Patientenverhalten (Rollenmodell).

Durch zehn Interventionen, die Elemente der professionellen Beziehungsgestaltung und der Gestaltung des Stationsmilieus beinhalten, kann den Ursprungsfaktoren begegnet und Konflikte sowie Eindämmungsmaßnahmen reduziert werden.
Dazu gehören u.a. Kommunikationstechniken, die dazu beitragen sich auf Augenhöhe zu begegnen. Nachrichten, die Patienten vor ihrer Entlassung an diejenigen richten die in der Zukunft in die Behandlung kommen, können Hoffnung und Zuversicht vermitteln.

Weitere Informationen zum Thema Safewards finden Sie hier:

http://www.safewards.net/de/