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Therapie- und Beratungsangebote

Grundlage jeder Behandlung in unserer Klinik ist die sorgfältige Diagnostik und ein individuell abgestimmter Therapieplan. Mit biopsychosozialen Krankheitsverständnis bieten wir in der Klinik das gesamte Spektrum der wirksamen und wissenschaftlich geprüften Therapiemethoden an. Hierzu gehören somatische Therapieverfahren wie die Behandlung mit Medikamenten oder die Elektrokonvulsionstherapie, Lichttherapie, als auch Psychotherapieverfahren im Einzel- und Gruppensetting, Psychoedukation, Ergotherapie- und Arbeitstherapie, Musik- und Körpertherapien sowie Angehörigenberatung. In Abhängigkeit der Erkrankung und den Bedürfnisse des jeweiligen Patienten erfolgt die individuell erfolgsversprechende Therapie.

Spezialangebote der Allgemeinpsychiatrie I

Zentrum Peripartale Therapie: Stat. Mutter-Kind-Behandlung bei postpartalen psychischen Erkrankungen und ambul. Angebot

Zentrum Peripartale Therapie: Stat. Mutter-Kind-Behandlung bei postpartalen psychischen Erkrankungen und ambul. Angebot

Psychische Störungen in der Schwangerschaft oder nach der Geburt kommen häufiger vor als allgemein bekannt. Beispielsweise erkranken 10% bis 15% aller Frauen nach der Geburt an einer behandlungsbedürftigen Depression. Aber auch andere psychische Erkrankungen wie zum Beispiel Psychosen und Angsterkrankungen können im Zusammenhang mit der Geburt des Kindes auftreten.

Neben Ersterkrankungen können sich außerdem vorbestehende psychische Störungen durch die Anforderungen der Mutterschaft verstärken und sich ungünstig auf die Entwicklung des Kindes  und die Mutter-Kind-Bindung auswirken. Die gemeinsame Betreuung von Mutter und Kind in einer spezialisierten psychiatrischen Einrichtung ist daher eine für dieses Patientenklientel besonders geeignete Therapiemaßnahme. In der Mutter-Kind Einheit der API wurde ein spezialisiertes Therapieprogramm zur Behandlung der psychischen Erkrankung der Mutter und zur Unterstützung der Mutter-Kind-Beziehung entwickelt, welches die neusten Erkenntnisse aus Wissenschaft und klinischer Erfahrung integriert und deutschlandweite Anerkennung genießt.

Das angegliederte ambulante Angebot zielt ab auf die Früherkennung und Therapie von peri- und postpartalen psychischen Störungen bei Frauen, incl. der ggf. erforderlichen Einleitung der stationären Mutter-Kind-Behandlung oder der spezialisierten ambulanten Weiterbehandlung nach dem stationären Aufenthalt.

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Früherkennung und Behandlung von jungen Menschen mit psychotischen Störungen

Früherkennung und Behandlung von jungen Menschen mit psychotischen Störungen

Im Zentrum der Therapie steht die Früherkennung und Behandlung von jungen Patienten, die an Erkrankungen aus dem psychosenahen Spektrum leiden. Um sich im privaten und beruflichen Umfeld wieder zurechtzufinden, benötigen die jungen Betroffenen zusätzlich zur symptomspezifischen Behandlung eine Förderung ihrer sozialen und kognitiven Kompetenzen und professionelle Unterstützung bei anstehenden Aspekten wie bspw. Ausbildung oder Loslösung vom Elternhaus. Nur so kann die umfassende und anhaltende Krankheitsbewältigung gelingen.

Integrative Traumatherapie

Integrative Traumatherapie

Die „Integrative Traumatherapie“ (IT) ist eines von drei Spezialbehandlungsangeboten, die die Station für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (Station 42) vorhält um die gute Versorgung der Bevölkerung unseres Einzugsgebietes mit differenzierten und modernen Methoden der stationären Psychotherapie zu gewährleisten (die beiden anderen Angebote sind „Komplextherapie für Borderline- und Persönlichkeitsstörungen“ und „Psychosomatische Schmerztherapie“).

Das IT-Behandlungsangebot dient der Behandlung von Menschen mit Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) und Traumafolgestörungen (das heißt, dass sich das erlittene Trauma nicht in einer PTBS, sondern in einer anderen Erkrankung wie z. B. Depression, Angst- oder Persönlichkeitsstörung ausdrückt). In letzteren Fall kann die IT-Behandlung dann sinnvoll durchgeführt werden, wenn spezifische Traumafolgen im Vordergrund stehen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Menschen mit komplexen Traumatisierungen, die entstehen können, wenn Menschen, besonders in Kindheit und Jugend, über einen längeren Zeitraum Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung ausgesetzt sind.

Um eine maßgeschneiderte Behandlung für die jeweils sehr verschiedenartigen Schwierigkeiten unserer Patientinnen durchführen zu können, arbeiten wir integrativ. Das heißt, dass wirksame Techniken aus verschiedenen erprobten Behandlungsverfahren kombiniert werden. Es werden u. a. Methoden aus Psychodynamisch-Imaginativer Traumatherapie (PITT), Schematherapie (SFT), Ego-States-Therapie (EST) und Dialektisch-Behavioraler Therapie (DBT) angewendet.

Komplexbehandlung von Borderline- und Persönlichkeitsstörungen

Komplexbehandlung von Borderline- und Persönlichkeitsstörungen

Die „Komplexbehandlung für Borderline- und Persönlichkeitsstörungen“ (KBPS) ist eines von drei Spezialbehandlungsangeboten, die die Station für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (Station 42) vorhält um die gute Versorgung der Bevölkerung unseres Einzugsgebietes mit differenzierten und modernen Methoden der stationären Psychotherapie zu gewährleisten (die beiden anderen Angebote sind „Integrative Traumatherapie“ und „Psychosomatische Schmerztherapie“).

Das KBPS-Behandlungsangebot dient, wie der Name schon sagt, der Behandlung von Menschen mit Persönlichkeitsstörungen. Insbesondere liegt ein Schwerpunkt auf der Behandlung von Menschen mit emotional-instabiler Persönlichkeitsstörung (oft auch als Borderlinestörung bezeichnet); darüber hinaus werden aber auch alle anderen spezifischen Persönlichkeitsstörungen (z. B. ängstlich-vermeidende, dependente, paranoide oder histrione PS) sowie die sogenannten kombinierten Persönlichkeitsstörungen behandelt.

Zur Anwendung kommen  wirksame Techniken aus verschiedenen spezifischen Psychotherapien wie Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT), Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT), Schematherapie (SFT) und Übertragungsfokussierte Therapie (TFP). Neuere Studien haben gezeigt, dass die Kombination einzelner Elemente aus spezifischen Verfahren äußerst wirksam ist. Hierdurch wird es möglich, für die weitgefächerten Problemstellungen der Patientinnen unserer Versorgungsklinik, individuelle und damit jeweils bestmögliche Therapieplanungen und Behandlungen zu etablieren.

Psychosomatische Schmerztherapie

Psychosomatische Schmerztherapie

Die „Psychosomatische Schmerztherapie“ (PST) ist eines von drei Spezialbehandlungsangeboten, die die Station für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (Station 42) vorhält um die gute Versorgung der Bevölkerung unseres Einzugsgebietes mit differenzierten und modernen Methoden der stationären Psychotherapie zu gewährleisten (die beiden anderen Angebote sind „Integrative Traumatherapie“ und „Komplexbehandlung für Borderline- und Persönlichkeitsstörungen“).

Das PST-Behandlungsangebot dient der Behandlung von Menschen mit chronischen, psychosomatischen Schmerzsyndromen. Auch Betroffene mit anderen psychosomatischen Körperbeschwerden (Oberbegriff: „Somatoforme Beschwerden“) können mit den hier zur Anwendungen kommenden Techniken behandelt werden.

Eingesetzt werden u. a. Methoden aus der kognitiven Verhaltenstherapie, der tiefenpsychologisch fundierten Therapie, der Schematherapie sowie aus imaginativ-hypnotherapeutischen Verfahren. Hierdurch wird es möglich, für die weitgefächerten Problemstellungen der Patientinnen unserer Versorgungsklinik, individuelle und damit jeweils bestmögliche Therapieplanungen und Behandlungen zu etablieren.

Fachambulanz Psychosomatik Wiesloch

Fachambulanz Psychosomatik Wiesloch

In dieser Fachambulanz am Standort Wiesloch können Patienten im Alter von 18 bis 64 Jahren mit psychosomatischen Erkrankungen oder allen anderen Erkrankungen, bei denen Psychotherapie die vorrangige Behandlungsmethode ist, behandelt werden.

Als Teil des Ambulanzzentrums sind auch in der Psychosomatischen Ambulanz alle dortigen Angebote verfügbar.

Insbesondere ist es in der Fachambulanz Psychosomatik möglich eine psychosomatische Diagnostik durchzuführen und auch die Indikation für die weitere Behandlung zu stellen (z. B. stationär, teilstationär oder ambulant). Darüber hinaus können Patientinnen im Vorfeld einer stationären oder teilstationären Aufnahme behandelt werden, wenn keine andere ambulante Behandlungsmöglichkeit besteht oder auch nach einem Aufenthalt in unserer Klinik nachbehandelt werden, z. B. um eine Wartezeit bis zum Beginn einer Regelleistungspsychotherapie bei einem niedergelassenen Therapeuten zu überbrücken.

Eine längerfristige Anbindung an die Fachambulanz Psychosomatik ist im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten möglich.

Schwerpunkte der Fachambulanz liegen in der Behandlung von Borderline- und Persönlichkeitsstörungen, Posttraumatischer Belastungsstörung und anderen Traumafolgestörungen sowie psychosomatischen Schmerzsyndromen.

Traumaambulanz für Gewaltopfer in Schwetzingen

Traumaambulanz für Gewaltopfer in Schwetzingen

In unserer Außenstelle im ZfPG in Schwetzingen halten wir die Traumaambulanz für Gewaltopfer vor. nähere Informationen finden Sie hier

Ambulante Ergotherapie

Ambulante Ergotherapie

Die Ambulante Ergotherapie in Haus 38 steht ambulanten Patienten auf Überweisung ihres Fach- oder Hausarztes zur Verfügung. Sie dient dem Trainig kognitiver und handwerklicher Kompetenzen sowie der Tagesstrukturierung und ergänzt bedeutsam die ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Arbeit.

Angehörigenarbeit

Angehörigenarbeit

Die Einbeziehung von Angehörigen ist für eine erfolgreiche Behandlung regelmäßig notwendig und wichtig. Dieses geschieht in der Regel in Gesprächen, die individuell mit dem Behandler vereinbart werden. Zur allgemeinen Information und Unterstützung von Angehörigen bestehen in der Klinik für Allgemeinpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik I mehrere regelmäßig stattfindende Informationsgruppen. Hier werden unter fachlicher Leitung allgemeine Informationen vermittelt und individuelle Erfahrungen ausgetauscht.

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Partizipative Akutpsychiatrie

Partizipative Akutpsychiatrie

Mehr Sicherheit und Autonomie für Patienten und Mitarbeiter: Auf dem Weg zu partizipativen Akutpsychiatrie. Ein Projektbericht zur Weiterentwicklung der Akutpsychiatrie

In dem vorgelegten Projektbericht wird das aktuelle Programm zur Weiterentwicklung des Bereichs Akutpsychiatrie der Klinik AP I des PZN Wiesloch dargestellt und begründet. Oberziel dabei ist die Reduktion von Zwang und Gewalt, erzielt durch eine planmäßige Fortentwicklung von therapeutischer und pflegerischer Kompetenz sowie der Infrastruktur der Behandlungsbereiche. Leitidee ist hierbei eine grundsätzliche Recovery-Orientierung sowie die Nutzung der Behandlungsansätze. Zum Einsatz kommen dabei vier synergistische wirksame Kompetenz-Entwicklungsprogramme: (1) ein umfassendes Deeskalationsmanagement; (2) konsequente und nachhaltige Umsetzung des Safewards-Modells; (3) Etablierung des Motivational Interviewing als Basis der psychiatrischen Akutstationen; (4) Einsatz von Peer-Beratern/Genesungsbegleitern. Parallel hierzu wird ein Raum- und Funktionsprogramm entwickelt, dass die an Recovery-Prinzipien orientierten Therapieansätze unterstützt.

Der vorgelegte Projektbericht beschreibt Stand und Perspektive der einzelnen Entwicklungsmodule. Die Vision der Weiterentwicklung des Bereichs Akutpsychiatrie in der AP I ist mittelfristig die Öffnung der bislang geschlossen geführten Akutstation.

Unter dem folgenden Link finden Sie genauere Informationen zum Projekt